Eine Projektwoche zum Nachdenken

15. November 2019

Kategorien:News

Am 4.11.19 bis zum 8.11.19 fand die Projektwoche des 10. Jahrgangs zum Thema Faschismus statt. Wir stellen euch hier unsere Eindrücke der gesamten Woche dar.

Montag: Schindlers Liste

Die Projektwoche startete mit einem Kinobesuch. Wir haben uns den Film „Schindlers Liste“ angeschaut. Der Film ging drei Stunden. Es ging um einen Mann namens Oscar Schindler. Er öffnete eine Email-Fabrik. Dort stellte er Töpfe und Pfannen her. Als er die Fabrik eröffnete, brauchte er Arbeiter, damit die Produktion viel schneller geht und man mehr und schneller Geld verdient. Deshalb kaufte er sich die Juden als Arbeiter und als sie an ihren Arbeitsplätzen waren, begrüßte sie der Chef der Fabrik, Oscar Schindler, höchstpersönlich. Die Nazis versuchten aber stets die Arbeiter von Oskar Schindler zu entführen und in ein Konzentrationslager zu stecken. Irgendwann bemerkte Schindler, dass seine Arbeiter/innen alle weg waren und zur Einweisung in ein Konzentrationslager gebracht wurden. Nachdem sie eine Leibesvisitation über sich ergehen lassen mussten, wurden sie nach Alter, Religion (Jude) und Arbeitsfähigkeit eingeteilt. Die Juden, die Menschen, die homosexuell waren und die Menschen, die behindert waren, wurden in ein Konzentrationslager gebracht. Dort mussten sie unter sehr schlechten Bedingungen arbeiten und teilweise wurden sie dort gefoltert. Nach einer Zeit hat es Schindler verletzt, wie die Menschen dort arbeiten mussten und, dass so viele an dieser Arbeit gestorben sind. Er erstellte eine Liste, wo alle Namen drauf standen, die er freikaufen wollte. Er gab sein ganzes Geld aus, um die Menschen zu retten, die im Konzentrationslager waren. Kurz bevor der Krieg zu Ende war, sagte Schindler, dass er nach dem Krieg gejagt wird, weil er Sklavenhandel betrieben hatte. Der Film endete so, dass die Juden, die von Schindler freigekauft wurden, einen Stein an sein Grab legten. Denn diese Menschen hatten dank Oskar Schindler überlebt.

Meiner Meinung nach ist der Film sehr hilfreich gewesen, weil man sehen konnte, wie die Zeit damals war und wie schlimm sie war.    (Sinan 10B)

Dienstag: Konzentrationslager Neuengamme I

Am Dienstag besuchten wir die Gedenkstätte des Ex-Konzentrationslagers Neuengamme.

Das Ex-Konzentrationslager Neuengamme war ursprünglich eine Ziegelei, wurde jedoch 1938 zu einem Außenlager von Sachsenhausen und ab 1940 ein eigenständiges Konzentrationslager. Das Grundstück ist 57 Hektar groß und bis heute sind noch 17 Gebäude erhalten.

Um 7:30 Uhr fuhr der Bus Richtung Hamburg los und um ca. 10 Uhr kamen wir im Ex-Konzentrationslager Neuengamme an. Vor Ort wurden wir den Klassen nach in vier Gruppen aufgeteilt und die Führungsleiterin ist zu uns gestoßen. Uns wurden die alten Häuser gezeigt. Wir waren an dem Ort, wo damals die Baracken standen. Das Ex-Klinkerwerk, das Haus des damaligen SS-Führers und die Garagen der SS kamen auch noch dazu. Das Grundstück war sehr groß, es wirkte etwas einschüchternd und ich fühlte mich während der Führung sehr bedrückt. In einem Haus, welches noch von der Zeit stammt in der das Konzentrationslager mit Häftlingen besetzt war, gab es eine sehr große Ausstellung über das Konzentrationslager und den 84 Außenlagern. Es wurden zum Beispiel die Leidensgeschichten der Zeitzeugen in jeweils einem Buch für eine Person zusammen gefasst. Das Interessante hierbei war, dass es nicht nur Biografien über die Opfer waren, sondern auch über die SS-Soldaten. Da alles objektiv aufgeschrieben wurde, war es schwierig alle Täter komplett zu verurteilen. Um ca. 15.30 Uhr sind wir wieder in Bremen angekommen.

Bildergebnis für neuengamme

Der Ausflug hat mir dabei geholfen, die Umstände zu jener Zeit zu verstehen. Ich war an einem Ort an dem mehr als 50.000 Menschen gestorben sind, nur weil es einen „Menschen“ namens Adolf Hitler gab. Ich war und bin sehr schockiert und eine Frage stelle ich mir bis jetzt: Wie konnte so etwas passieren? Maria (10C)

Konzentrationslager Neuengamme II

Heute haben wir ein Konzentrationslager in Neuengamme besucht. Es war ein sehr spannendes Erlebnis und eine sehr gute Gelegenheit sehr viel Information über die Vergangenheit Deutschlands zu erfahren. Vorort wurden wir erstmal von einer Führungsleiterin empfangen und uns wurde vorgeführt, was mir heute machen würden. Anschließend wurden wir zu einer Eisenbahn – der Reichsbahn von damals – geführt. Sie wurde im Jahre 1945 noch aktiv verwendet. Die Reichsbahn war ein Güterzug und wurde benutzt, um Häftlinge und oder Leichen zu transportieren. Die Häftlinge wurden unter grausamsten Bedingungen aufgefordert zwölf Stunden am Tag zu arbeiten. Häftlinge waren Juden, Schwule, Lesben, Widerstandskämpfer, Soldaten aus anderen Ländern, die in Gefangenschaft gerieten, und Leute die eine andere politische Meinung hatten. Zum Abendessen gab es eine Suppe gemischt aus Milch und Wasser und eine Scheibe Brot, manchmal war diese sogar vergammelt.

Ich war sehr schockiert darüber, dass ein Land, welches heute eine demokratische Führungsform hat, damals eine diktatorische Führungsform hatte und, dass so viele Menschen darunter leiden mussten. Taylan(10D)

Mittwoch: Auf Spurensuche in Gröpelingen

Am 6.11.2019 machten wir eine Spurensuche durch Gröpelingen. Wir wurden in Dreier-/Zweier-Gruppen aufgeteilt und sollten dann die vorgegebene Orten besuchen, an denen wir Spuren finden sollten. Als wir an den vorgegebenen Orte ankamen mussten wir Bilder machen von uns, damit die Lehrer wussten, dass wir dort waren. Meine Gruppe ging als erstes zum Außenkommando. Wir fanden dort eine Gedenktafel an die belgischen Opfer in Neuengamme. Als zweites gingen wir zum jüdischen Altersheim. Dort fanden wir ebenfalls ein Denkmal an dem stand, dass unschuldige Juden ins Konzentrationslager gebracht wurden. Außerdem stand noch ganz unten das hier drauf: “Sie sollen nicht vergessen sein“, damit sind die Juden gemeint. Als drittes gingen wir zum Robert-Stamm-Haus, dort fanden wir leider nichts. Deswegen haben wir im Internet nachgeschaut, was es damals war: “Robert Stamm wurde am 16.07.1900 als Sohn sozialdemokratischer Eltern in Remscheid geboren, schon mit 14 Jahren fing er im antimilitärischen Arbeit an. Im Juli 1932 wurde Stamm im Wahlkreis Weser-Ems in den Reichstag gewählt, doch am 27.03.1935  wurde er verhaftet und zum Tod verurteilt. Am 17. August 1956 wurde das Robert Stamm-Haus, von der Regierung beantragt. Anschließend gingen wir zum Punkt D, das war neben das Robert Stamm Haus. Doch dort fanden wir keine Spuren wie fast alle. Als vorletztes gingen wir zum AG Weser, da fanden wir ein Denkmal an einer Wand. Am AG Weser hatte Hitler gewohnt im Jahr 14.12. 1934. Die AG Weser gehörte in der Nazi Zeit zur den wichtigsten Kriegsindustrien in Bremen, denn dort wurden U-Boote, Kriegsschiffe und Flugzeuge hergestellt.Und zum Schluss gingen wir zum Bunker „Hornisse“. Der U-Boot Hornisse ist ein ehemaliges Baudock. Es haben KZ-Häftlinge und Kriegsgefangene den Bunker gebaut.“ Zitat Spurensuche Gröpelingen, 2019.

Ich fand die Spurensuche sehr spannend und interessant, da wir sehr viel Neues gelernt haben. Ibrahim (10C)

Donnerstag: Zeitzeugen erzählen ihre Geschichte

Was sind Zeitzeugen? Zeitzeugen sind die Menschen, die von bestimmten historischen Ereignissen erzählen können, weil sie zu der betreffenden Zeit gelebt haben.

Vier Zeitzeugen sind in unsere Klasse gekommen, die teilweise selber oder deren Familienmitglieder den 2. Weltkrieg erlebt haben und uns erzählten was passierte. Ich erzähle euch über einen der Zeitzeugen, wie seine Geschichte war, weil ich diese Geschichte am interessantesten fand.

Die Person erzählte davon, dass er mit 21 Jahren von seinen Eltern gesagt bekam, dass er adoptiert wurde. Er meinte, am Anfang war es nicht schlimm für ihn, weil er seine Eltern trotzdem liebte. Später hat er angefangen zu recherchieren, wer seine leiblichen Eltern waren. Er weiß mittlerweile, dass sein leiblicher Vater ein polnischer Soldat war und seine Mutter eine Hausfrau. Er hat noch herausgefunden, dass er insgesamt drei Geschwister hatte, aber im 2.Weltkrieg haben die Nazis seine Geschwister abgeholt und in ein Kinderheim gebracht. An ihnen wurden ärztliche Behandlungen durchgeführt. Die Nazis erzählten den Eltern, dass die Kinder nicht gesund sind und im Heim leben müssen. Es kamen dann Personen zu seinen Eltern und meinten ihr Kind sei gestorben, angeblich wegen den Krankheiten. In Wirklichkeit ging es den Kinder aber eigentlich gut. Die Nazis haben die Kinder für medizinische Versuche benutzt und viele sind bei dieser Behandlung gestorben.

Ich fand seine Geschichte spannend, aber auch traurig. Was seine leiblichen Eltern erleben mussten, hat mich zum Nachdenken gebracht. Wir müssen alles dafür geben, dass so etwas nicht nochmal passiert. Toufik (10B)

Freitag: U-Boot-Bunker Valentin

Am Freitag sind wir zum Bunker Valentin gefahren. Wir haben uns in zwei Gruppen aufgeteilt und gingen in Besprechungsräume. Die Dame, die unsere Leiterin war, gab uns verschiedene Bilder, die wir erklären sollten. Auf dem Bild das ich hatte, war ein polnischer Zeitzeuge mit einem Reporter. Danach betrachteten wir den Bunker von innen. Der Bunker wurde von der NSDAP gebaut, mit dem Zweck, U-Boote mit der Arbeitskraft der Häftlinge herzustellen. Der Bunker wurde im Jahr 1943 gebaut und 1945 fertiggestellt, doch nie wurde dort ein U-Boot gebaut. Er ist auf einem ca. 35.000 m² großes Grundstück gebaut. Später betrachteten wir auch den hinteren Teil des Bunkers, der an die Weser angebunden ist. Wir haben mitbekommen, dass der Bunker in den 50er Jahren zu einem Cafe umgebaut werden sollte, aber das geschah nicht. Am Ende haben wir einen Film geschaut über einen Niederländer, der ebenfalls ein Häftling war und in dem Bunker Valentin arbeiten musste. 

Ich war echt geschockt, wie unmenschlich mit den Häftlingen umgegangen wurde. Aber der Tag war ganz lehrreich und besonders angenehm fand ich die Atmosphäre der Gruppe. Mustafa (10D)

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