Antifaschismus Projektwoche des 10. Jahrgangs

9. November 2018

Kategorien:News

Dieses Jahr hat der 10. Jahrgang, wie die Jahre zuvor, eine Antifaschismus-Woche absolviert. In dieser Woche haben sich die SchülerInnen den Film „Schindlers Liste“ zum Einstieg in die Woche angesehen. Am Dienstag ist der Jahrgang nach Neuengamme gefahren und jeder Klasse wurde dort ein Guide zugeteilt. Dies ist eine KZ-Gedenkstätte in Hamburg. Am Donnerstag konnte jede Klasse 2 Zeitzeugen an hören die etwas über ihr Leben erzählt haben. Am Freitag zum Abschluss der Antifa-Woche hat der 10. Jahrgang noch einen Ausflug in den Bunker Valentin, der in Rekumer Siel steht gemacht. Die 10. Klässler/innen der Homepage Redaktion haben alle einen kleinen Bericht für die Seite geschrieben, den Sie weiter unten sehen können.

 

Der Beginn der Antifaschismus Woche mit Schindlers Liste

Worum geht es in diesem Film?

Der Fabrikantensohn Oskar Schindler geht Ende 1939 nach Krakau und kauft eine beschlagnahmte Fabrik. Weil er kriegswichtige Güter produziert, darf er hunderte Juden aus dem KZ als billige Arbeitskräfte einsetzen. Später verwendet Schindler sein gesamtes Geld, um so viele Juden wie möglich als Arbeitskräfte zu kaufen. Dies bewahrt die Juden vor dem Tod. Der Film verdeutlicht die Judenverfolgung und das Leben im KZ.

Wie endet der Film?

Der Film endet mit der Szene das Schindler in seiner Fabrik eine Rede macht, sich bedankt und sich fragt, warum er nicht mehr Juden retten konnte. Er hat sich verabschiedet, weil er nun nach Kriegsende als Nazi gejagt wird.

Warum ist der Film in schwarz-weiß?

Farben werden dann eingesetzt, wenn es um Zeiten geht, in denen die Nazis nicht an der Macht waren. Das soll den Zuschauer auf eine spezielle Handlung/Person hinweisen.

Die Produzenten wollten die Stimmung der Zuschauer verstärken und die Emotionen wecken.

Das Mädchen im Roten Mantel sollte zeigen, dass Schindler klar wurde, dass es falsch ist was sie tun.

Eigene Meinung zum Film

Ich fand den Film sehr gut. Man konnte sich in die Lage der Menschen versetzen und sehr viel neues lernen. Sehr viele Sachen sind mir klar geworden. Der Film hat mich sehr mitgenommen. Ich fand das Ende sehr gut, als die Hauptfiguren mit den echten Menschen oder deren Hinterbliebene gelaufen sind und die „Steine“ auf Schindlers Grab gelegt haben.

Wer sind die Hauptfiguren?

Oskar Schindler = Geschäftsmann

Amon Göth = KZ Führer

Izhak Stern = Schindlers Berater

Schindlers Leben

Oskar Schindler, geboren am 28.April 1908 in Tschechien Svitavy, war der Sohn des Landmaschinenfabrikanten Johann „Hans“ Schindler. Er hatte eine acht Jahre jüngere Schwester namens Elfriede. Mit 19 Jahren heiratete er seine Frau Emilie Pezl (1928).

Nach der Schließung der Landmaschinenfabrik seines Vaters und durch die Auswirkungen der Weltwirtschaftskrise arbeitete Schindler von 1935 bis 1939 als Agent für das Amt Ausland/Abwehr in Mährisch-Ostrau und Breslau. Als Schindler als Agent unterwegs war, war er als Leiter der Mährischen Elektrotechnischen AG in Brünn angestellt.

Als Schindler als Spion entdeckt worden ist, wurde er für den Verrat tschechoslowakischer Eisenbahngeheimnisse an Deutschland wegen Hochverrats zum Tode verurteilt.

Nur Hitlers Überfall auf die „Resttschechei“ 1939 verhinderte die Vollstreckung des Todesurteils.

Im Jahr 1939 übernahm er eine still stehende Email-Fabrik in Zabłocie bei Krakau.

Bereits nach drei Monaten hatte Schindler 270 polnische und 7 jüdische Arbeiter angestellt. Nach dem Krieg war Schindler finanziell nicht mehr gut gestellt und seine Frau verließ ihn im Jahre 1957, wegen dem Bankrott von Schindler.

Doch er konnte mit seiner ganzen Arbeit 1200 Juden retten. Er lebte fünf Jahre in Regensburg, als er sich dann entschied nach Argentinien auszuwandern, in die Stadt San Vicente, wo er dann 2001 verstarb.

 

Ausflug ins Konzentrationslager Neuengamme

 

Am Tag zwei der Projektwoche waren wir mit der Klasse an der KZ-Gedenkstätte Neuengamme. Als erstes hat uns Frau Möller allgemein was zum Platz erzählt, zum Beispiel wie der Alltag im Konzentrationslager ablief und erklärt was sie uns heute zeigen möchte. Dann sind wir als erstes zu der Stelle gegangen wo das Krematorium stand. Da hat Frau Möller erzählt, dass da die Leichen der Häftlinge verbrannt wurden. Heute ist an dem Ort eine Gedenktafel. Danach sind wir in die Hauptausstellung gegangen. In der Ausstellung war z.B. eine Karte, wo alle KZs eingezeichnet waren. Dann sind wir in die zweite Etage gegangen. Unser Guide hat uns dort was zu der Herkunft der Häftlinge erzählt, Über 90% der Häftlinge kamen aus Frankreich, Niederlanden, Dänemark und Belgien. Ein Verhaftungsgrund war Widerstand gegen die Deutsche Besatzung. Es gab nur einen kleinen Teil von jüdischen Häftlingen. Insgesamt waren in dem KZ über 80.000 Männer und mehr als 13.000 Frauen inhaftiert.

Dann durften wir uns die Ausstellung anschauen. Wir haben anschließend Pause in der Cafeteria gemacht. Danach hat Frau Möller uns was über die Häftlingskleidung erzählt, wie die Häftlinge anhand ihrer Herkunft ein Dreieck zugeteilt bekommen haben, welchemarkiert hat, für welchen Grund sie inhaftiert wurden. Als wir damit fertig waren sind wir zur Studienausstellung der Lager-SS gegangen. Da hat man ein tieferen Einblick in das Leben der SS Männer, die damals im Lager gearbeitet hatten, bekommen. Als die SS Männer/Frauen nach dem Krieg vor das Gericht gestellt wurden, haben viele behauptet nichts getan zu haben und haben erzählt, dass sie immer nett zu Juden waren und sie gut behandelt haben. Danach sind wir rüber in das Klinkerwerk gegangen. Dort hat Frau Möller erzählt, wie und wo die Arbeiter auf den Platz schuften mussten. Als letztes waren wir im Haus des Gedenkens, wo auf weißen Stoffbahnen die Namen von 25.000 getöteten Häftlingen des KZ-Neuengamme aufgezeichnet waren. Dort waren ebenfalls Miniaturausstellungen von dem Gelände und Lagerbücher, wo die Namen und Nummern der Häftlinge eingetragen waren. Danach kam der Bus und wir sind wieder nach Bremen gefahren.

 

Die Zeitzeugen besuchen unsere Schule

Am Donnerstag, den 25.10.18, haben uns die Zeitzeugen besucht. Wir hatten das Glück und konnten zwei von ihnen zuhören und Fragen stellen. Zuerst hat uns Frau Marion Bonk etwas über die Gruppe OMAS GEGEN RECHTS erzählt, wo sie auch selber Mitglied ist. Diese Gruppe wurde 

2017 in Österreich gegründet, weil es immer mehr Rechtsgesinnte in der Regierung gibt. Es hat sich jetzt auch vor kurzem eine Gruppe von OMAS GEGEN RECHTS in Bremen gebildet, die sich von der Gruppe aus Wien/Österreich inspirieren lassen hat, da es auch in Deutschland ziemlich rechtsgerichtete Parteien gibt, 

wie z.B. die AFD. Dieser Gruppe können aber nicht nur Omas beitreten, was man bei diesem Namen vielleicht denkt, sondern auch jeder andere egal ob jung, alt, Mann oder Frau. Die Gruppe hat sich diesen Namen ausgedacht, da viele Menschen ältere Person eher rechts einordnen und deshalb wollen sie damit zeigen, dass sie zwar alt sind, aber trotzdem keinen Rechtsextremismus und keine Rechten Parteien fördern oder dulden. Diese Gruppe macht regelmäßig Demonstrationen, z.B. gegen die AFD oder gegen andere Rechte Gruppen. Auf dem Bild seht ihr eine Demonstration von den OMAS GEGEN RECHTS

Die Mitglieder kümmern sich auch um die Pflege der Stolpersteine (Gedenksteine für die ermordeten KZ Häftlinge) in Bremen. Dies alles machen sie ehrenamtlich.

 

Der zweite Zeitzeuge, der in unsere Klasse kam, war Friedrich Buhlrich. Er erzählte uns von seinem Leben, hauptsächlich von seiner Kindheit. Er hatte drei Geschwister, eine Mutter und einen Vater, den er aber leider kaum kannte.

Einer von den drei Geschwistern war geistig behindert gewesen. Die anderen 2 wurden auch als behindert abgestempelt, aber sie waren es nicht. Die Ärzte haben gesagt, dass sie an einer Hirnhautentzündung gestorben sind. Als aber andere Ärzte das Gehirn untersucht haben, wurde festgestellt, dass mit dem Gehirn gar nichts war und die beiden mit Absicht getötet worden sind. In seinen Nachforschungen stellte er späüter fest, dass die Nazis die Kinder extra umgebracht haben da sie mit einen Behinderten verwandt waren.

Als Friedrich 21 Jahre alt wurde. Kam er von der Schule nachhause. Er klingelte und der Vater machte auf. Da hörte er, wie seine Mutter in der Stube geweint hat. Sie saßen zusammen in der Stube, und die Mutter fing an was zu erzählen. Sie meinte zu ihm, das er adoptiert sei. Ihn was es in dem Moment egal gewesen und sagte : „Ihr beide seid aber meine Eltern.“ Erst als er etwas älter war, wurde ihm die Sache erst richtig bewusst. Noch heute geht er zu den Gräbern seiner Adoptiveltern und sagt, wie sehr er seine Eltern geliebt hat.

 

Der Besuch vom U-Boot Bunker Valentin

Der U-Boot Bunker Valentin sollte im Jahr 1943 gebaut werden, damit die KZ Häftlinge U-Boote für die SS Leute bauen konnten. Sie haben dort unter sehr strengen Arbeitsbedingungen gearbeitet. Es es war den SS Männern egal, ob die Häftlinge verletzt waren oder nicht. Sie mussten immer weiterarbeiten, falls sie sich dagegen entschieden, wurden sie umgebracht. Nach dem Bombardieren der Halle haben die Engländer die Halle übernommen und es als Lager benutzt.

Der U-Boot Bunker Valentin wurde nach der Kriegszeit und auch heute noch als Gedenkstätte und Ausstellungsstätte genutzt. Sie haben den Bunker von innen gesäubert, damit man ihn besser erkennen kann. Man hat in der Decke vom Bunker gesehen, wie eine Bombe eingeschlagen ist. Ehrenamtliche Mitarbeiter haben den Bereich abgesperrt und als Ausstellung dargestellt.

In der Ausstellung haben wir uns eine KZ Häftlingsbiographie genauer angeschaut und seine Lebensgeschichte herausgefunden.

Stanistabaw Masny

Er war 16 Jahre alt als er bei einer Strassenrazzia 1944 verhaftet wurde. Man verschleppte ihn nach Bremen Farge, als man ihn im Lager Haltkampf für Zivilarbeiter aus dem Osten (ca. 7 Kilometer von der Baustelle entfernt) arbeiten ließ. Dort musste er als Heizergehilfe Zwangsarbeiten leisten und vermisste seine Eltern sehr. Seinem Freund wurde das Bein amputiert, weil er es nicht geschafft hatte eine Weiche zu stellen. Er hat dort in der Zeit Tagebücher geschrieben. Er kam aus Polen und wollte wieder zurück dahin. Er ging 1944 nach dem Krieg zurück nach Warschau und hatte alle seine Freunde verloren. Seine Eltern überlebten. Am 30.11.1944 traf er seine Mutter und in diesem Moment war der Krieg für ihn beendet, er hatte seine Mutter wieder.

 

 

 

 

 

 

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