Ein mobiler Wald für die GSW

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Tiny Forests für ein lebenswerteres Bremen

Bremen ist – wie viele Großstädte – dicht bebaut und vom Verkehr geprägt. Abgase, Lärm und viele versiegelte Flächen belasten die Umwelt. Besonders in heißen Sommern staut sich die Wärme, was sich spürbar auf Lebensqualität und Gesundheit auswirkt. 

Eine wirksame Antwort darauf sind sogenannte Tiny Forests – kleine, artenreiche Wälder ab etwa 100 m² Größe. Sie wachsen schnell zu stabilen Mini-Ökosystemen heran und benötigen nur wenig Pflege. Entwickelt wurde diese Methode in den 1970er Jahren vom japanischen Biologen Akira Miyawaki. Inzwischen wird sie weltweit erfolgreich umgesetzt. 

Tiny Forests leisten einen wichtigen Beitrag für ihre Umgebung: 

· Sie kühlen die Luft und schützen vor Hitze, 

· speichern CO₂, 

· reinigen die Luft, 

· nehmen Regenwasser auf und beugen Überschwemmungen vor, 

· und schaffen Lebensraum für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten. 

Besonders wirkungsvoll sind sie an stark belasteten Standorten und dort, wo versiegelte Flächen wieder entsiegelt werden. Wenn Anwohner:innen oder Schulen sich beteiligen, entstehen darüber hinaus Orte der Begegnung, des gemeinsamen Engagements und der Umweltbildung. 

Wir pflanzen einen mobilen Wald 

Ein mobiler Wald ist ein Mini-Tiny Forest in Pflanzkübeln. Er kann an verschiedenen Orten im Stadtteil aufgestellt werden und dient gleichzeitig als Kunstobjekt im Sinne nachhaltiger Entwicklung. So macht er auf das Thema Klimawandel aufmerksam und zeigt, wie seine Folgen zumindest teilweise abgemildert werden können. Gemeinsam mit der Initiative Tiny Forests für Bremen vom Ausspann e.V. hat sich die Klasse 6d der GSW Mitte November 2025 bei leichtem Nieselregen auf dem Schulhof getroffen, um das Projekt „Mobiler Wald für die GSW“ in die Tat umzusetzen. Ziel war es, ganz konkret vor Ort etwas für den Klimaschutz zu tun. Nach einem kurzen Informations-Workshop mit Werner von der Tiny Forest Initiative ging es direkt an die praktische Arbeit: Zunächst wurden Löcher in die Böden der Pflanzkübel gebohrt, damit überschüssiges Wasser abfließen kann und sich keine Staunässe bildet. Anschließend wurde Erde eingefüllt. Jede Gruppe wählte ihren eigenen „Pflegebaum“ aus und setzte ihn sorgfältig ein. Zum Schluss wurden die Bäume mit Erde bedeckt, mit Rindenmulch geschützt und gründlich gewässert. 

Wenn die jungen Bäume im Frühjahr gut angewachsen sind, kann der mobile Wald vielleicht schon bald als informatives Kunstobjekt an einem anderen Ort im Stadtteil Station machen – und dort weiter für Klimaschutz und nachhaltiges Handeln werben.

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